hörst du die Nacht
von Annemarie Moser und Robert Hammerstiel

Gedichte
144 Seiten, geb. mit Schutzumschlag, 20 x 21 cm
mit 10 Stahlmonotypien
Annemarie Moser ist keine Frau, die das Leben leicht nimmt. Dafür hat sie zuviel erlebt, dafür hat sie sich ihren Platz im Leben zu schwer
erkämpfen müssen. Eine ihrer stärksten Waffen war und ist die Sprache. Ihr schonungsloses Ansprechen gesellschaftspolitischer Missstände zeigt
sie als wache Beobachterin des Alltagsgeschehens, aber auch die liebevolle Hinwendung zu den kleinen, scheinbar bedeutungslosen Begebenheiten ihrer Umwelt, die sie
behutsam thematisiert, sind Teil ihres schriftstellerischen Interesses. Sie sieht im Detail das allgemein Gültige, eine Fähigkeit, die man gerne mit
Weisheit und Herzensbildung gleichsetzen darf. Annemarie Moser hat wohl auch Romane und Erzählungen geschrieben, in der reduzierten Form des Gedichtes jedoch
bringt sie ihr Talent auf den Punkt. Dabei kommt sie ohne große Pose aus – und ist gerade darum umso eindringlicher. Nicht belehrend und dogmatisch – aber
wachrüttelnd.
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