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VERGESSEN SPIELEN - Frau Erna im Altenheimvon Herbert Eigner
Prosa-Miniaturen.
40 Seiten, geb. mit Schutzumschlag, 13 x 20 cm Der junge aus Wittau im Weinviertel stammende Herbert Eigner wandert zwischen den Genres Musik, Theater und Literatur. Mit der Publikation Vergessen spielen. Frau Erna im Altenheim legt er einen berührenden Text über das Altwerden in unserer Gesellschaft vor. In knappen, pointierten Prosaminiaturen wird Frau Ernas Zeit in einer Seniorenresidenz skizziert. Die zunehmende Isolation, ihre immer noch vorhandenen rebellischen Gedanken, eine aufkeimende Liebe und schließlich ihr Sterben erzählt der Autor subtil und dennoch mit sanftem Humor. Textprobe Zeit So schnell vergangene Zeit: Wirtschaftskrisenkindheit, von vornherein verloren. Hitlerjahrejugend, gestohlen geglaubt. Ehe, Kinder, Enkel, die Jahre, als es einem gut ging. Verginge die Zeit zwischen Frühstück und Mittagessen nur doppelt so schnell: Es ginge einem noch besser. Zeitrechnung Frau Ernas Diabetesaugen: Erblinden. Zusehens. Und unsichtbar. Die Zeiger der Uhr, die Kalenderblätter: Unkennbar. Frau Ernas neue Zeitrechnung: Ist die Vergessenspielenzeit: Die Stunden zwischen den Mahlzeiten werden Tage. Die Tage zwischen den Toden der Residenten werden Monate. Die Monate sekündlich zur Frage: Wo sind die Jahre? | |
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Mag.Gabriele Ecker, E-Mail: noe-literaturedition@noel.gv.at Tel: 02742/9005-15538, Fax: 02742/9005-13029 Impressum |