W.H. Auden (*1907 York  + 1973 Wien)

W. H. Auden war einer bedeutendsten Lyriker englischer Sprache des 20. Jahrhunderts. Bereits in den 1930ern galt er als wichtigste Stimme einer neuen Literaten-Generation. Seine Reisen, seine Übersiedlung nach Amerika und seine Wahlheimaten auf Ischia/Italien (1948-57) sowie Kirchstetten (1958-1973) machten ihn zum Weltbürger, zahlreiche Preise und Würdigungen zum Poeten von Weltrang. Gemeinsam mit seinem Lebensgefährten Chester Kallman bewohnte er von 1958 bis zu seinem Tod 1973 jeweils in den Sommermonaten ein Haus im niederösterreichischen Kirchstetten, dessen Räumlichkeiten er mit dem Gedichtzyklus „Thanksgiving for a Habitat“ ein literarisches Denkmal setzte. 1988 erwarb das Land Niederösterreich den an seinem Wohnsitz verbliebenen Teilnachlass. Das Haus selbst wird seit 1995 als Gedenkstätte genutzt und wurde 2015 einer grundlegenden Neugestaltung unterzogen.

Teilnachlass; insg. 7 Boxen:

Gedichte - Briefe an Auden - Personaldokumente - Fotos – Splitternachlass Chester Kallman - Bibliothek - Realien.

Bibliothek und Realien befinden sich in der W.H. Auden-Gedenkstätte im ehemaligen Wohnhaus Audens in Kirchstetten.

Maschinschriftliches Verzeichnis.

Georg Bydlinski (* 1956 in Graz, lebt in Mödling)

Der in Graz geborene Lyriker und Kinder-/Jugendbuchautor Georg Bydlinski wuchs im Rheinland sowie im Wiener Umland auf, studierte Anglistik und Religionspädagogik in Wien und lebt nunmehr mit seiner Familie in Mödling. Dort begründete er 1985 den Kleinverlag „edition umbruch“, den er gemeinsam mit Franz Rinner über zehn Jahre lang betrieb. Bydlinski veröffentlichte bislang rund 80 Bücher und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Österreichischen Staatspreis für Kinderlyrik und den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis.

15 Kartons

Teilvorlass, erworben 2010/2011

Manuskripte, Werkausgaben, Korrespondenzen, Bibliothek elektronisch erfasst

Anton Thomas Dietmaier (* 1922 Kleinweikersdorf + 2007 Groß Kadolz)

Lyrik, Prosa
Nachlass (Schenkung 2007); 10 Kartons:
Manuskripte, Typoskripte mit Korrekturen -  Korrespondenzen – Rezensionen zu eigenen Publikationen und selbst verfasste -  Leserbriefe – Verlagskorrespondenz – Programme – Einladungen, Ehrenzeichen und Auszeichnungen – Personaldokumente – Fotos – Bücher - Zeitschriften
Maschinschriftliches Verzeichnis

Karl Farkas (* 1893 Wien + 1971 ebda)

Schriftsteller, Kabarettist, Schauspieler, Theaterdirektor
Teilnachlass (erworben 2008 und 2015 vom Thomas Sessler-Verlag); 12 Kartons:
Manuskripte – Revuetexte -  Programme Theaterzettel, des Cabaret Simpl -  Zeitungskritiken – Fotos – Geschäftsunterlagen – Liedhefte – Medaillen
Maschinschriftliches Verzeichnis, elektronisch erfasst.

Emma Feiks (Ps. Emmy Feiks – Waldhäusl) ( * 1899 Pottenbrunn + 1975 Wilhelmsburg)

Emmy Feiks-Waldhäusl wurde in Pottenbrunn geboren und verlebte dort ihre Kindheit. 1926 übersiedelte die Familie nach Kreisbach bei Wilhelmsburg. Nach dem Studium Germanistik und Geschichte unterrichtete sie als Lehrerin an Wiener Mädchenschulen. Seit ihrer Pensionierung lebte sie wieder zeitweise in Wilhelmsburg. Immer wieder machte sie die Geschichte ihrer näheren Umgebung zum Thema ihrer Romane: Im Spielmann von Pottenbrunn (1946) zeichnet sie ein Bild ihres Geburtsortes aus der Waldenserzeit im 14. Jahrhundert, Das Leben am Strom (1949) beschreibt das Donauland zur Völkerwanderungszeit. 1964 wurde sie mit dem Kulturpreis des Landes Niederösterreich ausgezeichnet.

Teilnachlass; 8 Kartons:
Manuskripte zu den Romanen - unveröffentlichte handschriftliche Entwürfe (zum Großteil in Gabelsberger Kurzschrift – Briefwechsel – Rezensionen – Lebensdokumente.
Vorgeordnet

Siegfried Freiberg (* 1901 Wien + 1985 Veghel / Holland)

Siegfried Freiberg studierte an der Uni Wien Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte und arbeitete nach seiner Promotion als Bibliothekar an der Hochschule für Welthandel. Freibergs literarische Karriere setzte zur Zeit des Austrofaschismus ein und fand seine nahtlose Fortsetzung nach dem sogenannten Anschluss, den er mit einer Anzahl anderer österr. Dichter (u. a. Josef Weinheber) im berüchtigten Bekenntnisbuch österreichischer Dichter (1938) frenetisch begrüßte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte Freiberg an die Akademie der Bildenden Künste, wo er von 1950 bis 1964 di Bibliothek leitete. 1972 erhielt er die Ehrenmedaille der Stadt Wien in Silber, 1976 das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst Erster Klasse.

Teilnachlass; 2 Kartons:
Entwürfe (v.a. Kurzprosa) – kunsthistorische Arbeiten – Reiseberichte – Reden – einzelne Briefe – Fotos – Sammlung von Publikationen und Lexikonartikeln zu Freiberg – umfangreiche Programmsammlung der Gesellschaft der Literaturfreunde Klosterneuburg.
Vorgeordnet

Alfred Gesswein (1911-1983)

war Lyriker, Hörspielautor und als Graphiker tätig. Gemeinsam mit Alois Vogel, Wilhelm Szabo, Ilse Tielsch und anderen gründete er 1970 den Literaturkreis Podium und entwarf auch das Logo für die seit 1971 erscheinende gleichnamige Literaturzeitschrift. Literarisch wurde er vor allem für sein breit gefächertes lyrisches Schaffen wahrgenommen. Von 1993 bis 2009 vergab der Literaturkreis Podium einen nach Gesswein benannten biennalen Literaturpreis.

Vorlass (erworben 2016): 6 Boxen

Haupts. Typoskripte bzw. Manuskripte von Gedichten und Hörspielen, Kurzprosa; Korrespondenz; Dokumente zum Literaturkreis Podium; Rezensionen u. Beiträge zum Werk

Maria Grengg (* 1888 Stein/Donau + 1963 Rodaun)

Maria Grengg wuchs in einer bürgerlichen Familie in der Wachau auf. Mit 17 Jahren besuchte sie die Kunstgewerbeschule in Wien und wurde 1907 von Koloman Moser in die Meisterklasse der Hochschule für angewandte Kunst aufgenommen.

In den 1920ern zählte sie zu den ersten Mitarbeitern der völkischen Publikation „Der getreue Eckart“, für die sie Illustrationen und literarische Texte beisteuerte. Ab den frühen 1930ern publizierte sie Romane und Erzählungen über die Rückbesinnung auf ländliche Tugenden und Werte, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden. Nach dem sogenannten Anschluss trat Grengg der NSDAP bei und änderte ihr Geburtsjahr in 1889 (dem Geburtsjahr Adolf Hitlers) ab. Nach dem Krieg beschränkte sie sich als Illustratorin und Autorin auf den Jugendbuchsektor. 1956 wurde sie mit dem Martin-Johann-Schmidt-Preis der Stadt Krems und 1963 den Kulturpreis des Landes Niederösterreich.

1 Romanmanuskript („Peterl“), erste Fassung

Ilse Helbich (*1923)

wuchs als Tochter eines Bauunternehmers in Wien auf und wurde in ihrer Jugend stark von der katholischen Reformbewegung des Neuland-Bundes geprägt. Ihr Studium der Germanistik schloss sie 1947 mit einer Arbeit über den Barockdichter Johannes Beer ab. Anschließend absolvierte sie eine Buchhandels- und Verlagskauffrau und arbeitete in diesem Bereich. Nach ihrer Heirat mit dem Wirtschaftsjuristen Franz Helbich zog sie fünf Kinder groß und verfasste in den 1960ern zunächst Drehbücher fürs Fernsehen („Fenstergucker“) und ab den frühen 1970ern regelmäßig Beiträge für das Feuilleton der Presse.

In den späten 1980ern zog sie in ein altes Haus in Schönberg am Kamp, das sie renovieren ließ, und widmete sich mit größerer Intensität ihrem literarischen Schaffen. 2003 erschien schließlich ihr autobiographischer Debüt-Roman „Schwalbenschrift“ und bis 2015 weitere 5 Publikationen mit längerer und kürzerer Prosa. 2017 erschien ihr Lyrikband „Im Gehen“.

Ilse Helbich wurde 2018 mit dem Nö. Kulturpreis in der Sparte Literatur ausgezeichnet.

Vorlass (erworben 2017): ca. 20 Boxen

Typoskripte, Manuskripte, Computerausdrucke der literarischen Werke; Materialien, Notizen und Dokumente zur Arbeit; Korrespondenz; Sammlungen mit Werkkonvoluten anderer Autoren

Gerhard Jaschke (* 1949 Wien, lebt in Wien)

ist nach einem Studium der Rechtswissenschaften seit 1970 als freier Autor und bildender Künstler tätig. Jaschke kam früh in Kontakt mit den Wiener Aktionisten und Vertretern aus dem Umfeld der Wiener literarischen Avantgarde. 1975 gründete er gemeinsam mit Hermann Schürrer und anderen die Literaturzeitschrift freibord, die über mehr 30 Jahre regelmäßig erschien und literarische Texte bzw. bildende Kunst aus vielfältigen zeitgenössischen Strömungen versammelte.

1986-2009 war Jaschke zudem als Lehrbeauftragter am Institut für Gegenwartskunst der Akademie der bildenden Künste tätig.

Sein Schaffen wurde u.a. 2010 mit dem Niederösterreichischen Kulturpreis in der Sparte Literatur ausgezeichnet.

Vorlass (erworben 2018); ca. 270 Boxen

Zeitschriftenarchiv Freibord; Manuskripte, Typoskripte; Korrespondenz; Lebensdokumente; Bibliothek

Bearbeitungsgrad: vorgeordnet


Franz Keim  (* 1840 Stadl-Paura + 1918 Brunn/ Gebirge)

Lehrer, Dramatiker
Teilnachlass; 3 Kartons:
Fotos – Auszeichnungen – Personaldokumente – Zeugnisse – Stammbuch

Eduard Kranner (*1893 Wien + 1977 Eggenburg)

Erzähler; Rechtsanwalt in Krems und Eggenburg; Bürgermeister in Eggenburg
Teilnachlass; 4 Kartons
Manuskripte – Entwürfe – Rezensionen – Briefwechsel (u.a. 2 Mappen mit Eduard Castle und Mirko Jelusich)
Grob vorgeordnet

Emmerich Lang (* 1941 Kemeten/Burgenland + 2006 Maria Roggendorf)

Lyriker
Nachlass (Schenkung 2005); 15 Kartons:
Manuskripte, Typoskripte, umfangreicher Briefwechsel -  Rezensionen zu eigenen Publikationen und selbst verfasste -  Leserbriefe – Verlagskorrespondenz – Programme – Einladungen – Fotos – Personaldokumente – Auszeichnungen - Veröffentlichungen in Zeitschriften und Magazinen – Verlagskorrespondenzen
Elektronisch erfasst

Matthias Mander (*1933 in Graz, lebt in Seyring)

Matthias Mander (eigentlich: Harald Mandl) wuchs in der Steiermark auf und absolvierte die Handelsakademie in Graz. Ab 1952 arbeitete er als Hilfsbuchhalter in einer Stahlfabrik und begann zu dieser Zeit auch Kurzprosa in Zeitschriften zu veröffentlichen. 1978 erhielt Mander einen Lehrauftrag an der Wiener WU, den er bis 1997 ausübte. Ab 1979 erschienen bei Styria mehrere Romane und Erzählbände, ab 2001 die große Garanas-Romantrilogie im Czernin-Verlag.

1963 erhielt Mander den Peter-Rosegger-Förderungspreis, 1980 den Anton-Wildgans-Literaturpreis und 1991 den Literaturpreis des Landes NÖ.

Vorlass (Erwerb durch das Land NÖ. 2015)

Carl Merz (* 1906 Kronstadt / Siebenbürgen + 1979 Wien)

Carl Merz (eigentlich: Carl Czell) wuchs in Bukarest und Wien auf und studierte ab 1924 an der Hochschule für Welthandel in Wien. Neben dem Studium verfasste er bereits dramatische Szenen und trat als Interpret von Wedekind-Chansons auf. Nach kurzen Engagements in Deutschland spielte er ab 1933 regelmäßig in der „Literatur am Naschmarkt“. Auch nach dem sogenannten „Anschluss“ trat er an österreichischen und deutschen Bühnen auf. Nach dem Kriegsende spielte er im „Lieben Augustin“, dessen Leitung er 1946/47 innehatte. Dort lernte er Helmut Qualtinger und durch ihn Gerhard Bronner und Michael Kehlmann kennen, mit denen gemeinsam er das „namenlose Ensemble gründete. Sein bis heute bekanntestes Werk ist das Fernsehspiel „Der Herr Karl“ (1961), das er zusammen mit Qualtinger verfasste. Nach zwei Schlaganfällen unheilbar krank, nahm Merz sich 1979 das Leben.

Nachlass (erworben 2008 vom Thomas Sessler-Verlag); 7  Kartons:
Manuskripte - „Kritzelhefte“ mit tagebuchartigen Aufzeichnungen Ideenskizzen und Sketches – Kurzgeschichten – Kritiken – Geschäftskorrespondenz   – Plakate – Programmankündigungen
Maschinschriftliches Verzeichnis, elektronisch erfasst.


Annemarie E.  Moser (* 1941, lebt in Wr. Neustadt)

Annemarie Moser absolvierte nach der Grundschule eine Bürolehre und war bis 1979 als Buchhalterin tätig. Nach ersten Veröffentlichungen in den späten 1970ern und ersten Preisen und Würdigungen gab Moser ihren Brotberuf auf und arbeitete als freie Schriftstellerin. Ihr Werk umfasst Prosa und Lyrik. 1987 erhielt Moser den Kulturpreis für Literatur der Stadt Wiener Neustadt, 1996 den Würdigungspreis für Literatur des Landes NÖ.

Teilvorlass (erworben 2006 und 2013); 6 Kartons:
Typoskripte in mehreren Druckvorstufen mit handschriftlichen Korrekturen -  Manuskripte -  Korrespondenzen – Rezensionen zu eigenen Publikationen und selbst verfasste -  Leserbriefe – Verlagskorrespondenz – Programme – Einladungen
Schenkung, elektronisch erfasst

Helmut Peschina  (*1943 Klosterneuburg)

Dramatiker, Lyriker, Hörspielautor

8 Manuskripte bzw. Typoskripte mit handschriftlichen Korrekturen zu Verschütt, Ich doch nicht, Don und Jacques, Rosa und Resi, Palmenhaus, Fasselrutschen, Gemeinsames Etwas

Literaturkreis podium

15 Kartons
Umfangreiches Material zur bisherigen Vereinstätigkeit der Schriftstellervereinigung ab Gründung: Korrespondenzen – Fotos –  Veranstaltungen – Zeitschrift – Plakate - Rezensionen
Grob vorgeordnet


Franz Richter (* 1920 Wien + 2010 ebda.)

Franz Richter war nach seinem Studium an der Uni Wien als Lehrer für Chemie an Wiener Gymnasien tätig und verfasste gem. mit seinem Kollegen Anton Seidl mehrere Lehrbücher für den Unterricht. Literarisch trat er hauptsächlich als Lyriker und Essayist in Erscheinung. Zudem hielt er wichtige Funktionen in der literarischen Öffentlichkeit inne, etwa als Präsident des Österreichischen Schriftstellerverbandes (1975-1979) und als Generalsekretär des Österr. PEN-Clubs (1976-1990).

Teilvorlass (Schenkung 1999); 1 Karton:
Manuskripte, Korrespondenzen (u.a. mit Gertrud Fussenegger, Christine Busta, Ernst Jandl, Klausjürgen Wussow, Erika Mitterer und Ernst Schönwiese)
Elektronisch erfasst

Johann Ritter (*1868 Habich + 1937 ebda.)

Johann Ritter stammte aus einer Bergbauernfamilie, arbeitete als Schnitter und Drescher zunächst in Altmannsdorf und später in Inzersdorf. In seinem Zeitbuch (1937) erzählte er aus seinem Leben auf dem Land und versah es mit Zeichnungen.

Nachlass; 2 Kartons und 3 Planschrank- Laden
Zahlreiche Skizzen, Zeichnungen, Skizzenbücher, Bilder in Kleinformaten (Öl auf Holz).
Autobiografisches Manuskript „Mein Zeitbuch“  - Gästebuch
Vorgeordnet.

 

Walter Sachs (* 1901 Traisen  + 1985 Lilienfeld)

Walter Sachs wuchs als Sohn eines Arbeiters in ärmlichsten Verhältnissen auf. Er arbeitete als Hauptschullehrer und später als Schuldirektor in seiner Heimatgemeinde und begann bereits in den 1920ern Bücher zu publizieren. Sein Schreiben ist eine Auseinandersetzung mit der sozialen Wirklichkeit der Arbeiterschaft und den Effekten der Industrialisierung im ländlichen Raum.

Gesamtnachlass (Schenkung); 10 Kartons:
Manuskripte der publizierten Gedichtbände und von ca. 30 Erzählungen, z. T. in Kurzschrift verfasst – umfangreicher Briefwechsel, u.a. mit Kurt Adel,  Imma von Bodmershof, Rudolf Felmayer, Arthur Fischer Colbrie, Wilhelm Franke, Augustin Gutmann, Mirko Jelusich, Franz Nabl, Margret Pfaffenbichler, Josef Pfandler, Josef Reisinger, Franz Richter, Friedrich Sacher, Hans Sengstschmid, Richard Szerelmes, Franz Traunfellner, Alois Vogel – Verlagskorrespondenzen – Werkverzeichnisse – Ehrungen – Personaldokumente (Zeugnisse) – Abrechnungen – Rezensionen – Fotos - Realien
Elektronisch erfasst.

Anna von Sazenhofen (* 1874 Ansbach - + 1948 Burgschleinitz)

Erzählerin
Teilnachlass; 4 Kartons
16 Erzählungen und Romane – Druckbelege von Vorabdrucken in Zeitungen – einzelne Manuskripte von Irmengard von Sazenhofen.
Vorgeordnet

Wilhelm Szabo (* 1901 Wien + 1986 ebda.)

Wilhelm Szabo wuchs bei Zieheltern im nördlichen Waldviertel auf. Er arbeitete als Volks- und Hauptschullehrer in Gmünd und trat in den 1930ern erstmals als Dichter in Erscheinung. Nach dem sogenannten Anschluss wurde er aufgrund seiner antifaschistischen Einstellung aus dem Lehrberuf entlassen. Nach dem Ende des Krieges kehrte er in den Schuldienst zurück und etablierte sich neben seiner eigenen schriftstellerischen Tätigkeit als literarischer Übersetzer (u. a. von Sergej Jessenin). 1954 erhielt er den Georg-Trakl-Preis für Lyrik.

Handschriftliches Tagebuch (20. 10. 1926 – 16. 8 1927) - Auszüge betreffend die Metapher und sonstige Formen der bildlichen Ausdrucksweise. Konzept für das Symposium „Die Krise der Metapher“, Baden bei Wien 1981. Schulheft, 72 S., - Einleitung zur Lesung aus dem Konzept zum Roman „Denkwürdigketien aus Niflheim“. Eh. Manuskript, 1 Blatt, beidseitig beschrieben, ca. 1977    
Korrespondenz: Brief an seine Frau Valerie (Lorenz) vom 12. Juli 1940 über Besuch bei Josef Weinheber. 1 Blatt, doppelseitig beschrieben -  eh. Postkarte vom 10.12.73 an Prof. Leopold Schmid

Ilse Tielsch (* 1929 Auspitz, lebt in Wien)

In Südmähren geboren, flüchtete Ilse Tielsch 1945 nach Österreich, lebte in Linz und Wien. Die promovierte Germanistin war, anfangs unter dem Doppelnamen Tielsch-Felzmann, ab den 1950er Jahren publizistisch tätig. Zentral für ihr Werk ab den 1970er Jahren, das Prosa, Lyrik, Essays, Reiseberichte und Rundfunkbeiträge umfasst, ist das Thema Heimatverlust, insbesondere die Geschichte der Sudetendeutschen-Vertreibung. Sie war Mitbegründerin des Literaturkreises PODIUM und erhielt zahlreiche Preise, so z.B. 1971 den Förderungspreis des Landes Niederösterreich für Literatur und 2017 den Franz-Theodor-Csokor-Preis für das Lebenswerk.

Vorlass (erworben 2017); insg. ca. 150 Boxen

Manuskripte und Notizen, Typoskripte, Computerausdrucke in zahlreicher Ausfertigung zu fast sämtlichen publizierten Arbeiten in unterschiedlichen Bearbeitungsstufen; Korrespondenz; Lebensdokumente; Materialsammlungen zu Recherchezwecken, zu Reisen, Vereinsarbeit etc., Rezensionssammlungen; Fotos u.v.m.

Elektronisch erfasst

Bearbeitungsgrad: in Teilen feinerschlossen (Werke, Korrespondenz)


Alois Vogel (*1922 Wien + 2005 Pulkau)

Alois Vogel absolvierte eine Feinmechaniker-Lehre und studierte nach dem Zweiten Weltkrieg Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Seine ersten Gedichte erschienen in den Literaturzeitschriften Neue Wege und Wort in der Zeit, frühe Erzählungen in der von Hans Weigel herausgegebenen Anthologie Stimmen der Gegenwart.

Vogels Romane „Das andere Gesicht“ (1959), „Jahr und Tag Pohanka“ (1964), „Schlagschatten“ (1977) und „Totale Verdunkelung“ (Wien 1980) wurden als bedeutende Beiträge zur Aufarbeitung österreichischer Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts rezipiert.

Manuskript zu „Totale Verdunkelung“ in 3 Arbeitsstufen (1. Niederschrift und zwei folgende Bearbeitungen)


Andreas Weber (* 1961 Horn, lebt in Linz)

Andreas Weber studierte Germanistik und Geschichte an der Uni Wien. Er arbeitete als Lehrer und Journalist sowie als Herausgeber und Filmemacher. Weber gab wichtige Publikationen zu den niederösterreichischen Autoren Fritz Habeck und Hermann Gail heraus und reüssierte mit einem Dokumentarfilm über den ehemaligen argentinischen Weltklasse-Fußballer Mario Kempes. Sein literarisches Werk umfasst Kurzprosa, Romane und Drehbücher.

Teilvorlass (erworben 2007); 26 Kartons:

Typoskripte in mehreren Druckvorstufen mit handschriftlichen Korrekturen - Drehbücher zu Filmen – Korrespondenzen (u.a. mit K.M. Gauß, Robert Menasse, Margit Schreiner) – E-Mail-Korrespondenz – Rezensionen zu eignen Publikationen und selbst verfasste – Notizhefte – Steuerunterlagen – Kassetten und Disks

Elektronisch erfasst.

Josef Weber (* 1892 Gmünd + 1969 St. Gilgen am Wolfgangsee)

Josef Weber (eigentlich: Wenzlitzke) wuchs in Gmünd als Sohn des Direktors einer Zuckerfabrik auf und studierte später Medizin in Wien. Im Ersten Weltkrieg kam er als Soldat in russische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr beendete er das Medizinstudium und arbeitete als praktischer Arzt in Wilhelmsburg. Im Zweiten Weltkrieg diente Wenzlitzke als Arzt im Rang eines Hauptmanns in der Deutschen Wehrmacht in Sankt Pölten und Neulengbach. 1945 geriet er in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft. Seit 1950 arbeitete er als Arzt in Mautern, danach in Stein in Krems an der Donau. 1962 erhielt Josef Wenzlitzke den Kulturpreis für Dichtkunst des Landes Niederösterreich, außerdem die Goldene Ehrennadel der Stadt Krems.

Nachlass; 8 Kartons
Gedichte und Gedichtzyklen (ab 1913) – Haiku – Epigramme – Essays – Legenden - Romane (Anna Gudula Frosin , Kalumeni, Kriegsende , Roma / unveröffentlicht) – Rezensionen – Ehrungen - Briefwechsel (u.a. Imma von Bodmershof, Felix Braun, Bruno Brehm, Christine Busta, Franz Karl Franchy, Wilhelm Franke, Friedrich Sacher, Walter Sachs, Lois Schieferl, Wilhelm Szabo, Richard Szerelmes, Franz Traunfellner, Verlag Kurt Wedl)
Detailliert vorgeordnet, elektronische Liste.
Wie bei Hall/Renner verzeichnet

Konvolut mit Briefen an Hans Weigel (ca. 1940-65)

Im Jahr 2017 wurde ein Konvolut mit Briefen an den Autor, Literaturkritiker und Förderer Hans Weigel (1908-1991) aus dem Besitz seiner letzten Lebensgefährtin, der Schauspielerin Elfriede Ott, erworben. Es handelt sich dabei um eine Sammlung von Original-Briefen prominenter Künstlerinnen und Künstler, Theaterregisseure, Kulturpolitiker etc. (u. a. Axel v. Ambesser, Gerhard Bronner, Jeannie Ebner, Marlen Haushofer, Ernst Jandl, Inge Morath, Gustav Manker, Hilde Spiel)

2 Boxen, ca. 300 Briefe (teils hs., tls. Masch.), Post- und Autogrammkarten

Bruno Weinhals (*1954Stockerau + 2006 Wien)

Bruno Weinhals geb. 1954 in Horn, verbrachte seine Kindheit in Stockerau. nach der Matura übersiedelte er nach Wien, um sein Studium am Dolmetsch-Institut aufzunehmen. Bereits in den späten 1970ern begann er als freier Autor u. a. in der Wiener Stadtzeitung Falter, in der Literaturzeitschrift pult und anderen Publikationen seine Texte zu veröffentlichen. Sein Werk umfasst Lyrik, Prosatexte, Hörspiele, Essays zur Poetik und einige Theaterstücke. Buchpublikationen (u. a.): „Fabulierbuch“ (2000), „Alle Namen der Welt“ (1984), „Die Entdecker“ (1983). Weinhals verstarb 2006 in Wien. Der Nachlass von Bruno Weinhals wurde 2011 angekauft und anschließend aufgearbeitet.

Prosa, Essay, Drama

5 Kartons; Nachlass aufgearbeitet)

Manuskripte, Briefwechsel, Rezensionen etc.

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